Freitag, 10. März 2017

#EiNaB 20: Hoch lebe das Lastenrad!

Vor zwei Jahren bin ich mit meiner Familie von Kopenhagen nach Deutschland gezogen. Wir standen damals vor einer wichtigen Frage: Sofa oder Lastenrad? Die Tür des Umzugswagens ging nämlich nur zu, wenn eines von beiden in Kopenhagen blieb. Wir haben uns dann schweren Herzens von dem alten Second Hand-Sofa getrennt und bereuen es nicht, das Lastenrad mitgenommen zu haben.



Auch unser Lastenrad ist gebraucht gekauft. Solche Räder gibt es in Dänemark in vielen verschiedenen Versionen. Dazu hier ein kleiner Ausschnitt aus meinem Buch "Ein Jahr in Kopenhagen - Reise in den Alltag":

"Laut Zahlen der Kopenhagener Touristinformation Visit Copenhagen haben 25 Prozent der Familien mit zwei Kindern ein Lastenrad. Inzwischen wusste ich auch, dass so ein "Christiania-cykel" in meiner neuen Wahlheimat die Familienkutsche schlechthin ist, und dass es mit Preisen zwischen 10.000 und 20.000 Kronen, je nach Ausstattung, auch entsprechend kostet. Die geniale Erfindung auf drei Rädern - zwei vorn, eins hinten -, kommt direkt aus dem berühmten, Auto-freien Hippie-Viertel Christiania, wo die ersten Gepäck-Räder in den 1970er Jahren erfunden wurden. Inzwischen sind sie ein mit Designpreisen ausgezeichneter, aber immer noch populärer Klassiker, den es in verschiedensten Varianten ("light" oder mit Elektromotor) und Ausstattungsstufen (mit Kinderbank und Gurten, mit Regendach, rollstuhlgeeignet) gibt."

Jetzt sollen Lastenräder auch in Deutschland populär werden, in manchen Großstädten sind sie schon deutlich häufiger zu sehen - bei uns auf dem leider nicht so platten Land dagegen weckt unser Rad immer wieder Aufsehen. Wanderer winken uns freudig, wenn wir die Kinder in die Kita fahren...

Das Bundesumweltministerium verkündete kürzlich, dass es das dreijährige Projekt "Lastenrad-Test" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit 1,8 Millionen Euro fördern wolle. Schön wäre es, wenn Lastenräder gerade im gewerblichen Bereich (Post, Lieferdienste aller Art, ...) häufiger zum Einsatz kämen. In hügeligem Gelände ist ein unterstützender Elektromotor da sicher empfehlenswert.

DIY Lastenrad?


Online kursieren auch verschiedene Gebrauchsanleitungen, um solche Fahrräder selbst zu bauen, natürlich auch aus Dänemark. Die Firma N55 hat verschiedene Modelle zum Nachbau entworfen, die unter CC-Lizenz zur nichtkommerziellen Verwendung freigegeben sind. Schöne Bilder der XYZ Cargo Bikes gibt es hier. Wer aber nicht zufällig alte Fahrradteile für den Bau wiederverwenden kann, kommt bei Neukauf aller Einzelteile auch auf recht hohe Anschaffungskosten - und viele Arbeitsstunden. In den Großstädten finden dazu sogar Workshops statt. Besonders schön finde ich dazu diesen Beitrag vom Hamburger Lokal-TV Tide samt Interview mit Till Wolfer von XYZ Cargo:



Und welche Räder fahrt ihr?


Ich lade euch ganz herzlich dazu ein, in dieser neuen Runde von "einfach. nachhaltig. besser. leben." zu teilen, was euch gerade an DIY und Nachhaltigkeit interessiert. - Natürlich auch alles rund um einen nachhaltigen Lebensstil, was nicht mit Radfahren zu tun hat! Teilt einfach euren Blogpost über das InLinkz-Formular mit uns und vergesst nicht, vom Blogpost aus auf diese Seite zu verlinken.

Viele Grüße,

Marlene vom Blog "Verrücktes Huhn"


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Montag, 9. Januar 2017

#EiNaB 19 - Zahnpasta

Seit nun mehr als 3 Jahren putze ich mir meine Zähne mit selbst gemachter Zahnpasta.

Ich habe verschiedene Alternativen zu herkömmlicher Zahnpasta ausprobiert, bin aber immer wieder zurück gekommen zu meiner persönlichen Lieblingsvariante.
Diese Paste ist schnell und problemlos herstellbar und einfach im Gebrauch.


Im warmen Wasserbad schmelze ich einen Teil Kokosöl und rühre anschließend einen Teil Xylit ein. Xylit wirkt karieshemmend und ist Bestandteil vieler herkömmlicher Zahnpasten. Auch Kokosöl wirkt antibakteriell.

Während die Paste abkühlt, muss immer wieder umgerührt werden, da sich das Xylit sonst am Boden sammelt. Die nicht flüssige Paste fülle ich dann in passende Gefäße.


Nach dem Erkalten lässt sich die Masse wunderbar mit der Zahnbürste aus dem Behälter heraus holen. Da Kokosöl im Sommer schnell flüssig wird, kann die Zahnbürste dann auch einfach eingetunkt werden. Unterwegs fülle ich mir ein wenig in ein kleines Schraubglas, so dass ich auch anders wo nicht auf Zahnpasta mit Wegwerfverpackung umsteigen muss.


Ich bin nun schon seit 3 Jahren damit zufrieden, und mein Zahnarzt ist das übrigens auch. :-)

Nach dem anfänglich ungewohnten Gefühl des Öls und des fehlenden Schaumes im Mund habe ich mich schnell daran gewöhnt und mag den Geschmack und die Konsistenz nun sehr gerne.

Um den Geschmack zu variieren, können je nach Vorliebe ätherische Öle wie Salbei oder Pfefferminze hinzugegeben werden.

viele Grüße
von der Zwergenmama


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